natur
Beobachten

       

Den Gürtel enger schnallen und Speck anlegen

Warum der astronomische Herbstbeginn heuer auf den 22. September, Punkt 18:30 fällt, in den nächsten 3 Jahren aber wieder, wie wir es in der Schule gelernt haben, am 23. September, hat mit der eigenwilligen Umlaufbahn unseres Planeten zu tun. Viele Kulturen haben mit dieser kalendarisch ungünstigen Eigenschaft schwer zu schaffen gehabt und sind diesem Phänomen mit Schalttagen, neuen Kalendersystemen oder gar kultischem Neubeginn einer Ära begegnet.

Die Natur hat es da leichter. Auf einen Tag auf oder ab kommt es da nicht an. Immerhin sind Klimaphänomene, individuelle Stress-Situationen und Vorbelastungen aus vorausgegangenen Saisonen auf die einzelnen Organismen so stark wirksam, dass die nackte Tageszahl an Bedeutung verliert. Der Herbst bedeutet neben dem geringer werdenden Strahlungskonsum auch noch Vorbereitung auf eine ungünstige Wintersaison. Die kürzer werdenden Tage sind der Taktstock für das rechtzeitige Einwintern, Speck anlegen und Vorbereiten auf das entscheidende Phänomen Frost.

Zum Seitenbeginn