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Ein buntes Durcheinander

So logisch und kompakt der "Vorfrühling" auch klingen mag, in der Natur zeigt er sich in vielen Jahren als ein über lange Zeiträume zerrissenes Paket von Einzelerscheinungen. Heuer ist wieder so ein Jahr. Durch besondere Witterungsumstände gab es eine frühe Wärmeperiode im Februar, die der Startschuss für viele Frühlingsgeophyten und Frühblüher war. Die danach einsetzende Kälteperiode brachte reichlich Schnee und viele der in Gang gesetzten Prozesse in der Vegetationsabwicklung wurden zwar gebremst, aber nicht mehr abgestellt. So war die Knospenentwicklung beim Dirndl-Strauch (Cornus mas) schon so weit gediehen, dass nach der Schneeschmelze in der zweiten Märzwoche das Aufblühen des Strauches fast nur noch von der Ausaperungsgeschwind- igkeit und der lokalen Bodenerwärmung abhängig war. Das Resultat: statt einer sauberen, nach Höhenstufen gegliederten Blühabfolge, purzelten die Blühzeitpunkte durcheinander. Sogenannte warme Hanglagen in 500 m Seehöhe überholten die traditionell frühesten Bereiche im Wiener Becken um einige Tage. In den gleich hoch gelegenen Schattlagen kam es dagegen noch nicht zur Blüte. Ähnlich ungeordnet verlief die Schneeglöckchenblüte, die normalerweise ein guter Indikator für den von Ost nach West fortschreitenden Frühlingseinzug ist.



Lostage

25. März:
So viel Tage vor Marien die Frösche schreien,
so viel müssen sie nachher schweigen.

4. April:
Ist Ambrosius schön und rein,
wird St. Florian (4.5.) dann wohl wilder sein!

14. April:
Kommt Tiburtius mit Klang und Schall,
bringt er Kuckuck und die Nachtigall!

23. April:
St. Andreas (30.11.) macht das Eis,
St. Georg bricht das Eis.

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